


600 Pistenkilometer, drei Täler und sieben Wintersportorte: Les 3 Vallées ist vor allem für Skifahrer interessant, die im Urlaub Strecke machen wollen. Von Courchevel über Méribel bis Val Thorens könnt Ihr ein riesiges Skigebiet auf Ski erkunden, ohne zwischen den Tälern Bus fahren zu müssen.
• 600 km tatsächlich verbundenes Skigebiet: Die große Stärke liegt nicht allein in der Zahl, sondern in der Vernetzung. Ihr könnt auf Ski von Courchevel über Méribel und Les Menuires bis Val Thorens und Orelle wechseln.
• Enorme Auswahl für gute Skifahrer: 113 rote und 37 schwarze Pisten, lange Talabfahrten und hochalpine Bereiche machen Les 3 Vallées besonders spannend für Fahrer, die möglichst viel unterschiedliches Terrain erkunden möchten.
• Hoch und schneesicher: 85 % des Skigebiets liegen oberhalb von 1.800 m, zehn erschlossene Gipfel sogar über 2.500 m. Der höchste befahrbare Punkt liegt auf 3.230 m.
• Sieben Orte mit sehr unterschiedlichem Charakter: Vom exklusiven Courchevel über das zentral gelegene Méribel und das familienorientierte Les Menuires bis zum hochalpinen Val Thorens reicht die Auswahl. So könnt Ihr nicht nur das Skigebiet, sondern auch den Urlaubsort passend zu Euch wählen.
| Pistenkilometer | 600 km |
| Pisten | 337 |
| Grüne Pisten | 50 |
| Blaue Pisten | 137 |
| Rote Pisten | 113 |
| Schwarze Pisten | 37 |
| Liftanlagen | 169 |
| Höhenlage | ca. 1.300–3.230 m |
| Skifläche | ca. 10.500 ha |
| Lage der Pisten | 85 % oberhalb von 1.800 m |
| Erschlossene Gipfel | 25, davon 10 über 2.500 m |
| Anfängerbereiche | 12 |
| Snowparks | 4 |
| Fun Zones | 35 |
| Langlauf | rund 100 km |
| Wintersportorte | Courchevel, Méribel, Brides-les-Bains, Saint-Martin-de-Belleville, Les Menuires, Val Thorens und Orelle |
| Besonderheit | 600 km zusammenhängendes Pistennetz über drei Täler |
Die Dimensionen von Les 3 Vallées sind außergewöhnlich – entscheidender ist aber, wie gut sich diese Größe nutzen lässt. Die drei Haupttäler Saint-Bon, Allues und Belleville sind über Bergbahnen und Pisten miteinander verbunden. Hinzu kommt Orelle auf der anderen Seite des Bergkamms im Maurienne-Tal.
Ihr könnt morgens beispielsweise in Courchevel starten, über Méribel ins Belleville-Tal wechseln und weiter Richtung Val Thorens fahren. Genau solche Skitage sind die eigentliche Stärke von Les 3 Vallées.
Dabei solltet Ihr die Entfernungen nicht unterschätzen. Wer weit vom eigenen Urlaubsort wegfährt, muss die letzten Liftverbindungen im Blick behalten. Für Anfänger ist es ohnehin meist sinnvoller, zunächst im jeweiligen lokalen Skibereich zu bleiben.
Courchevel: breite Auswahl vom Wald bis ins Hochgebirge
Courchevel bildet den östlichen Teil der 3 Vallées. Das Gebiet erstreckt sich über mehrere Höhenlagen und bietet dadurch einen besonders abwechslungsreichen Mix aus Waldabfahrten, offenen Hängen und hoch gelegenen Pisten.
Die verschiedenen Ortsteile unterscheiden sich deutlich. Courchevel 1850 steht für ein exklusives internationales Umfeld mit entsprechendem Preisniveau. Weiter unten gibt es mit Courchevel Moriond, Village und Le Praz Alternativen mit jeweils eigenem Charakter. La Tania liegt etwas abseits und ist mit seinen Waldabfahrten besonders für Familien interessant.
Skifahrerisch bietet Courchevel weit mehr als Luxus und Champagner: Anfänger finden zahlreiche leichte Pisten, während gute Fahrer unter anderem auf der Saulire-Seite und auf anspruchsvollen schwarzen Abfahrten genügend Herausforderungen finden.
Méribel: strategisch die beste Basis für Gebietserkunder
Méribel liegt im mittleren Tal und ist damit der natürliche Knotenpunkt der 3 Vallées. Wer während einer Skiwoche möglichst viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen möchte, hat hier einen klaren Standortvorteil.
Über die umliegenden Bergkämme erreicht Ihr sowohl Courchevel als auch Les Menuires und Val Thorens. Dadurch lassen sich große Tagesrunden fahren, ohne morgens erst lange durch einen lokalen Teilbereich unterwegs sein zu müssen.
Auch Méribel selbst bietet ein umfangreiches Pistennetz. Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen offenen Höhenpisten und tiefer gelegenen Waldabfahrten. Das Tal eignet sich deshalb gut für gemischte Gruppen, in denen einige Gäste ausgedehnte Skirunden fahren möchten und andere lieber in einem überschaubareren Radius bleiben.
Les Menuires und Saint-Martin: vielseitig und familienfreundlich
Les Menuires liegt mitten im Belleville-Tal und ist funktionaler geprägt als die klassischen Savoyer Dörfer. Dafür ist der Ort stark auf unkomplizierten Skiurlaub ausgerichtet: Viele Unterkünfte liegen direkt oder sehr nah an den Pisten und die Wege ins Skigebiet sind kurz.
Für Familien und preisbewusstere Gäste kann Les Menuires deshalb eine interessante Alternative zu Méribel, Courchevel oder Val Thorens sein. Gleichzeitig seid Ihr hervorragend in das Gesamtskigebiet eingebunden.
Ganz anders wirkt Saint-Martin-de-Belleville weiter unten im Tal. Das historische Dorf bietet deutlich mehr traditionellen Savoyer Charakter, ohne auf die direkte Verbindung in die 3 Vallées verzichten zu müssen. Wer großes Skifahren mit einer ruhigeren Unterkunftsbasis kombinieren möchte, sollte Saint-Martin genauer ansehen.
Val Thorens und Orelle: hochalpines Skifahren bis über 3.200 m
Val Thorens liegt auf rund 2.300 m und ist der höchstgelegene der großen Urlaubsorte in Les 3 Vallées. Entsprechend hochalpin ist der Charakter des Skigebiets: kaum Wald, dafür offene Hänge, weite Aussichten und viele Pisten in großer Höhe.
Ein Höhepunkt für gute Skifahrer ist die Cime Caron. Von rund 3.200 m führt beispielsweise eine rote Abfahrtsroute über mehrere Pisten bis auf 1.825 m hinunter – rund 7,2 km Strecke und 1.375 Höhenmeter.
Noch anspruchsvoller ist die schwarze Combe de Caron mit ihrem steilen Einstieg. Solche Abfahrten zeigen, warum Les 3 Vallées trotz des großen Angebots für Familien und Genussfahrer auch für sportliche Skifahrer interessant bleibt.
Über die Verbindung nach Orelle erreicht Ihr schließlich die östliche Seite des Gebiets. Dort geht es bis zum höchsten befahrbaren Punkt der 3 Vallées auf 3.230 m. Orelle selbst ist wesentlich ruhiger als Val Thorens und kann interessant sein, wenn Euch das Skigebiet wichtiger ist als ein lebhafter Ferienort.
Anfänger müssen nicht 600 Kilometer fahren
Die Größe klingt zunächst nach einem Revier für Experten. Tatsächlich gibt es 50 grüne und 137 blaue Pisten sowie zwölf ausgewiesene Anfängerbereiche.
Für Einsteiger liegt der Vorteil weniger darin, das gesamte Gebiet zu durchqueren. Interessanter ist die große Auswahl an leichten Pisten rund um die einzelnen Orte. Ihr könnt Euch zunächst lokal orientieren und den Aktionsradius mit zunehmender Sicherheit erweitern.
Für Familien gilt Ähnliches. Les 3 Vallées bietet viele geeignete Bereiche und Fun Zones, allerdings unterscheiden sich die Orte bei Atmosphäre, Preisniveau und Familienangebot deutlich. Les Menuires, La Tania oder einzelne Bereiche von Courchevel können beispielsweise ganz andere Urlaubserlebnisse bieten als das lebhafte Val Thorens.
Für gute Skifahrer spielt Les 3 Vallées seine Größe aus
Wer rote Pisten sicher fährt, profitiert am stärksten vom Konzept der 3 Vallées. Dann werden die Übergänge zwischen den Tälern selbst zum Teil des Skitags.
Statt jeden Morgen dieselben Lifte zu benutzen, könnt Ihr Euch Tagesziele setzen: einmal von Méribel nach Courchevel und zurück, am nächsten Tag Richtung Val Thorens und Cime Caron oder auf eine Runde über Les Menuires und Saint-Martin.
Mit 113 roten und 37 schwarzen Pisten gibt es zudem genügend sportliche Alternativen. Les 3 Vallées ist damit nicht nur groß, sondern bietet genug Variation, um auch während einer ganzen Skiwoche immer wieder neue Bereiche zu entdecken.
Brides-les-Bains: günstiger wohnen, länger ins Skigebiet fahren
Brides-les-Bains nimmt eine Sonderrolle ein. Der Kurort liegt deutlich tiefer im Tal und nicht direkt an den Skipisten. Über die Olympe-Gondel besteht eine Bergbahnverbindung Richtung Méribel und damit ins Skigebiet.
Der Vorteil kann ein attraktiveres Preisniveau bei den Unterkünften sein. Der Nachteil ist der längere Weg morgens ins Skigebiet und nachmittags zurück. Wer maximalen Ski-in/Ski-out-Komfort sucht, ist in einem der höher gelegenen Orte besser aufgehoben.
Welcher Ort passt zu Eurem Skiurlaub?
Bei einem Gebiet dieser Größe ist die Wahl des Urlaubsortes besonders wichtig. Courchevel passt zu Gästen, die vielseitiges Skifahren mit hochwertiger bis luxuriöser Infrastruktur verbinden möchten. Méribel ist besonders praktisch für Skifahrer, die alle drei Täler intensiv erkunden wollen.
Les Menuires punktet mit unkompliziertem Pistenzugang und einer starken Ausrichtung auf Familien. Saint-Martin-de-Belleville verbindet das Großskigebiet mit mehr Dorfcharakter. Val Thorens ist die richtige Adresse für hochalpines Skifahren, Schneesicherheit und einen lebhafteren Urlaubsort. Orelle ist deutlich ruhiger, während Brides-les-Bains vor allem interessant ist, wenn Ihr bei der Unterkunft sparen könnt und dafür längere Wege ins Skigebiet akzeptiert.
Genau darin liegt eine weitere Stärke der 3 Vallées: Ihr müsst Euch nicht zwischen großem Skigebiet und passendem Urlaubsort entscheiden. Innerhalb desselben Pistennetzes gibt es sehr unterschiedliche Ausgangspunkte.
Für wen eignen sich Les 3 Vallées?
Besonders stark sind Les 3 Vallées für fortgeschrittene und sportliche Skifahrer, die im Skiurlaub möglichst viele Pisten und unterschiedliche Bereiche kennenlernen möchten. Auch Gruppen mit verschiedenen Fahrniveaus profitieren von der enormen Auswahl.
Für Familien und Anfänger gibt es ebenfalls sehr gute Angebote. Sie benötigen die 600 Pistenkilometer allerdings kaum – hier sind die Wahl des richtigen Ortes und ein gut geeigneter lokaler Skibereich wichtiger als die Gesamtgröße.
Weniger passend sind Les 3 Vallées für Gäste, die ein kleines, schnell überschaubares Skigebiet suchen oder möglichst günstig Ski fahren möchten. Die Dimensionen sind enorm, der Skipass entsprechend positioniert und einige Orte gehören zu den hochpreisigsten Wintersportdestinationen der Alpen.
Wer dagegen morgens gern entscheidet, welches Tal heute das Ziel ist, bekommt hier etwas, das nur wenige Skigebiete bieten: 600 Pistenkilometer, die nicht nebeneinander auf der Karte stehen, sondern tatsächlich auf Ski miteinander verbunden sind.